Gründer-Stammtisch: Sozialer Gewinn vs. Profitorientierung

Die Welt verändern und trotzdem Gewinn erwirtschaften – Gründer stehen häufig in einem Spannungsfeld zwischen hohen Wertvorstellungen und dem Druck des wirtschaftlichen Erfolgs. Am Dienstagabend sprachen die Gründer Annemarie Harant und Steve Keil sowie die Investoren Berthold Baurek-Karlic und Nicholas Pöschl beim Stammtisch der Community-Plattform AustrianStartups über ihre unternehmerische Motivation und wie sie Profit und sozialen Gedanken vereinen. Über 200 Gründer und Investoren tauschten sich anschließend mit den vier Podiumsteilnehmern in den neuen Räumlichkeiten des Wiener Coworking Spaces Impact Hub aus.

„Die Welt verbessern, muss nicht zwangsläufig mit der Motivation des schnellen Geldes verbunden sein – aber man darf und kann dabei sehr wohl auch Geld verdienen“, stellte Harant gleich zu Beginn der Podiumsdiskussion fest. Die junge Unternehmerin vertreibt mit „Erdbeerwoche“ nachhaltige Frauenhygiene. Diese Ansicht teilte auch Berthold Baurek-Karlic, der als Geschäftsführer von Venionaire die Venture Capital Szene in Österreich vertrat. Der Investor kann dem Thema „Impact Investments“ viel abgewinnen, denn viele sozial getriebene Startups werfen genauso Profit ab und können sich zudem häufiger langfristig durchsetzen. Immerhin zeichnen sich solche Startups durch eine ganz besonders starke Motivation aus: „Wer glaubt zu gründen und dadurch schnell reich zu werden, ist falsch am Platz. In den meisten Fällen müssen Startups einen langen, entbehrungsreichen und harten Weg an die Spitze gehen, mit vielen schönen und weniger schönen Momenten. Die Motivation durch den eigenen Erfolg die Welt verändern zu können – also ‚impact‘ zu haben – ist da oft viel stärker als der des Geldes“, schließt Baurek-Karlic.

Dass Gründer den Spagat zwischen sozialer Verantwortung und Wirtschaftlichkeit finden müssen, betonte auch Angel Investor Nicholas Pöschl: „Impact wird in der Breite nur funktionieren, wenn Unternehmen beweisen, dass sie trotzdem so profitabel wie non-impact Unternehmen sein können.“ Für Steve Keil, CEO von MammothDB, beginnt soziale Verantwortung wiederum im eigenen Unternehmen. Wertschätzung und Fairness gegenüber den Mitarbeitern funktioniert trotz aller Lippenbekenntnisse in vielen Unternehmen nicht. Gründer haben es in der Hand, diesen Umstand zu verändern.

Foto: Manfred Machacek

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